„Tote Mädchen lügen nicht“ Staffel 3: Mobber rückt ins Zentrum – wie geht es weiter?


Kristina Kielblock  

Die zweite Staffel „Tote Mädchen lügen nicht“ ist nicht weniger umstritten als die erste Season, auch wenn das Thema Selbstmord nicht mehr eine so zentrale Rolle spielt. Trotz gewisser Skepsis in Teilen der Fangemeinde lässt es Netflix auch noch auf eine dritte Staffel ankommen. 

Neue Gehälter für dritte Staffel

Die Darsteller aus der Serie können in der dritten Staffel mit mehr Gehalt rechnen. Es ist Tradition, dass Serienschauspieler nach den ersten zwei Staffeln ihre Gehälter nachverhandeln können. Man munkelt, Dylan Minnette könnte dann pro Folge um die 200.000 Dollar bekommen, das wären 120.000 mehr als bisher. Auch die anderen könnten in der nächsten Produktion um die 150.000 Dollar pro Folge kassieren.

Monty & Nora steigen in den Hauptcast auf

Montgomery de la Cruz, genannt Monty, tritt in der ersten Staffel kaum in Erscheinung. Er ist der Lakaie von Bryce. In der zweiten Staffel lernen wir, dass auch er das Zeug zum Vollblut-Sadisten hat. Dieses Potenzial möchte man anscheinen in der dritten Staffel noch mehr nutzen, denn wie Deadline berichtete, ist Timothy Granaderos in den Hauptcast erhoben worden. Wir werden also in Zukunft noch mehr von seinen Bösartigkeiten zu sehen bekommen.

Auch eine weibliche Person soll in der kommenden Staffel mehr Bedeutung bekommen und vom Nebencast in die Riege der Hauptdarsteller befördert werden: Die Mutter von Bryce, Nora Walker, dargestellt von Brenda Strong.

Dritte Staffel erscheint 2019 auf Netflix: Bekommt Bryce, was er verdient?

Was diese Änderungen für den Fortgang der Serie bedeuten, lässt sich nur mutmaßen, offizielle Infos gibt es noch nicht. Die Produktion soll dieser Tage beginnen, die neuen Folgen sind dann wahrscheinlich im Frühsommer 2019 online.

Mit dem beängstigenden und qualvollen Handlungsstrang von Tyler in der zweiten Staffel verbinden sich entscheidende Fragen zu Gewalt, wie sie entsteht und auf welche Weise man sich ihr entgegenstellen kann. Wie man andere und sich selbst schützen kann. Und wie wir heilen können, nachdem wir traumatisiert wurden. Gerechtigkeit, Genesung, Gruppenzwang und Intervention sind die großen Themen der zweiten Staffel.

Aber Brian Yorkey und sein Team haben in die Rahmenhandlung der Gerichtsverhandlung viele weitere schwer verdauliche Themen wie Drogensucht, Rassismus und Vergewaltigung eingebunden und die Geschichten und Motivationen der Figuren weiter beleuchtet. Und wieder sehen wir sehr realistische und intensive Szenen, so zum Beispiel, wenn wir mit Tyler leiden oder sehen, wie der reiche, weiße Vergewaltiger Bryce und sein schwarzes Opfer Jessica vor Gericht keine Gerechtigkeit erfahren.

Hannah Bakers Geschichte ist mit dieser Staffel wirklich zu Ende erzählt, sie durfte ins gleißende Licht gehen, wir und ihre Klassenkameraden müssen uns verabschieden. Und dass die neue Staffel sie in einem anderen Licht gezeigt hat, dürfte auch für einigen kontroversen Gesprächsstoff sorgen.

Wie es weitergeht ist noch unbekannt

Clay und Tony folgen am Schluss beide ihrem moralischen Gerechtigkeitsempfinden und intervenieren. Dabei riskieren sie ihr eigenes Leben, um Tyler vor einer lebensentscheidenden Dummheit beziehungsweise Verzweiflungstat zu bewahren. Am Ende steht die Frage: „Was machen wir jetzt?“

Handlungsstränge und Optionen für weitere 13 Episoden waren von vorneherein angelegt. Wir wissen nicht, wie die Geschichte von Tony, Clay und Tyler weitergeht und auch alle anderen Charaktere bieten ausreichend Anknüpfungspunkte für eine dritte Staffel.

Tote Mädchen lügen nicht“ ist eine der Top-Serien von Netflix. Es verwundert daher nicht, dass allen Besorgnissen von Elternverbänden und Psychologen zum Trotz nun mit diesem Video eine dritte Staffel verkündet wurde. In unseren anderen Artikeln könnt ihr die besten Serien auf Netflix und die Netflix-Neuerscheinungen finden. Die besten Netflix-Originals-Serien findet ihr in einer anderen Liste.

Brian Yorkey hat sich bereits in der Vergangenheit zu der Option einer dritten Staffel positiv geäußert. Diese würde nach seinem Wunsch mit demselben Cast produziert werden, anscheinend schwebt ihm auch schon vor, wie es weitergehen soll. Er und das Team haben jetzt grünes Licht von Netflix.

„Tote Mädchen lügen nicht“: Die neuen Darsteller & Videos zur zweiten Staffel

„Tote Mädchen lügen nicht – Die Geschichte dahinter“: Interessante Aftershow

Netflix bietet euch diesmal eine Talkshow an, in der Showrunner, Darsteller und Experten über die Inhalte der zweiten Staffel diskutieren. Abgesehen davon, dass ihr dort intensive Einblicke in die Hintergründe der Produktion bekommt und die aufgeworfenen Fragen näher diskutiert werden, lohnt sich die Aftershow auch, weil der Enthusiasmus und die Intensionen des Teams deutlich spürbar werden.

„Tote Mädchen“ mag für Netflix eine Cash-Cow sein, aber die Beteiligten sind deshalb nicht weniger ernsthaft und überzeugt bei der Arbeit. Den Gesprächen ist zu entnehmen, dass sie sehr gründlich und überlegt an diese fiktionale Serie über die unangenehmen Seiten unser aller Leben herangegangen sind. Besonders intensiv und berührend ist der Beitrag der Krankenschwester und Suizid-Beraterin (Minute 56), die die Produktion konsultiert hat.

„Tote Mädchen lügen nicht“: 13 Fragen für echte Experten

Solange alle bereit sind, sich weiterhin in dieser Form der Serie hinzugeben – besonders sind auch in dieser Staffel die hervorragenden Leistungen der Schauspieler hervorzuheben – spricht nichts gegen eine dritte Fortsetzung, oder?

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